MQ Fashion Week – Teil eins einer Tragödie

Meinen generellen Eindruck puncto diesjähriger Fashion Week, sollte ich  hinsichtlich späterer Einladungen besser für mich behalten.
Doch wie, wenn ich Dinge gesehen habe, welche ich so schnell wie möglich wieder vergessen will?!

Vielleicht war es auch nur meine eigene Schuld.
Ich kam um kurz vor 17.00 Uhr an, mit einem Haufen Erwartungen.
Denn, man kann aus Fehler, so dachte ich bis jetzt, nur lernen.
Letztes Jahr, so scheint es mir jetzt im Nachhinein, war es doch ein Stück weit besser organisiert.

Um 17.00 die erste Show, Rebekka Ruetz präsentierte eine nette, absolut tragbare Kollektion. Weiß und Beigetöne dominierten den Laufsteg, immer wieder blitzte ein Gelb hervor.  Auch Ocker und andere Pastelltöne waren zu sehen.
Raffungen und Falten waren bei dieser, wie auch bei den später folgenden Kollektionen, keine Seltenheit.
Die Models schwebten wie Elfen, natürlich barfuß, über den Laufsteg und in mir kam die Hoffnung nach etwas mehr Außergewöhnlichem auf.
Im Nachhinein bereute ich diesen Gedanken, denn bei der nächsten Kollektion von bipone, wünschte ich mir Rebekka´s  liebliche Stücke zurück.

Als die Griechischen Göttinnen den Laufsteg betraten, stockte mir der Atem.
Nachdem die weißen langen Kleider mit silbernen Stickereien vorüber waren, spielte sich vor meinen Augen etwas ab, was ich nicht für Möglich gehalten hätte.
Wir schweiften vom Göttinen-Weiß abrupt ab und hüpften stattdessen in jeden nur erdenklichen Farbtopf.
Zu sehen waren Kleider, bevorzugt lang und mit Schleier hinten dran, in braun, blau, schwarz mit gelb, blau, gelb, mint, ocker, rot  u.v.m.

Ich versuchte das ganze zu vergessen und mich auf die nächste Show zu freuen.
Bei Michel Mayer wurden sowohl eine Sommer-, also auch eine Winterkollektion gezeigt.
Von französischer Musik  berieselt zog die Sommerkollektion in zarten Pudertönen an mir vorbei. Flatternde Ärmel und Raffungen waren zu sehen.
Die Winterkollektion hingegen war, wie nicht anders zu erwarten, dunkel gehalten.

Nach diesen drei Kollektionen, war mir eins klar, die Würstchen im Goodie Bag (ja richtig gelesen Tiroler Würstchen) werden mich nicht satt machen.

Also beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. Zwar würde ich die Kollektionen von Elfenkleid und ep- anoui verpassen, aber der Hunger, der Drang nach einer Couch und dem Wunsch etwas zu sehen, was mich erfreut, trieb mich schlussendlich heim. Wo der Film Notebook on Cities and Clothes / Wim Wenders auf mich wartete.

 


Rebekka Ruetz

Rebekka Ruetz

Rebekka Ruetz

Rebekka Ruetz

Angry Birds, so arbeitet SKIR 😉

leere Sitzplätze

Rebekka Ruetz

bipone

bipone

bipone

bipone

bipone

bipone


Allegra mit einem leicht gequälten Lächeln

Michel Mayer

Michel Mayer

Highlight des Abends

 

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