Schuhe und Männer.

Es ist schon seltsam, aber Männer lassen sich wunderbar mit Accessoires vergleichen.
Wie ich zu dieser Annahme komme, ist leicht erklärt. Letztens bei einem Plausch mit einer Freundin, welche mir anscheinend nur halb zu hörte, erzählte ich über ein neues Schuhpaar, welches ich gesehen habe. Nach 5 Minuten sagte sie, dass ich ihn anrufen sollte. Leicht verwirrt darüber wieso ich Schuhe anrufen sollte, merkte ich, dass ich die gleichen Ausreden verwendet habe wie sonst bei einem Mann.

* Nur noch das eine Mal. Danach nie mehr, ich schwöre. (Es ist immer das „letzte“ hohe, absolut untragbare Paar, welches man sich kauft.)
* Sie passen so gut zu mir, auch wenn sie mir wehtun.
* Meine Mum darf von denen nichts wissen! (Mama weiß nämlich, was das Beste für ihre Tochter ist.)

Der Freundin schnell verziehen und darüber gelacht, merkten wir aber, dass da gewisse Parallelen sind.

Die schönsten Schuhe sind meist unerreichbar und wenn man sie hat, geben sie einem am Anfang das beste Gefühl überhaupt. Aber spätestens nach einer Runde spazieren gehen, auch wenn sich alle anderen Frauen neidisch umdrehen, will man sie meist in die nächste Ecke pfeffern. Und ist der gröbste Schmerz mal vergessen, denkt man immer wieder mit einer gewissen Nostalgie an die schönen Momente mit ihnen zurück. Zieht sich dann aber die bequemen Lieblingsschuhe an, welche nicht ganz so atemberaubend aussehen und einen vielleicht am Anfang Blasen beschert haben, aber man wusste: die sind es einfach. Sie können Jahre lang getragen werden, man lässt sie immer wieder beim Schuster reparieren, und wenn es dann doch mal zu Ende geht, verflucht man sie, weil man die schönen Zeiten gemeinsam nicht aufgeben will, vergießt Tränen und man zieht es Ende nie hinaus sie vor die Tür zu setzen.

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