Die drei schrecklichsten Dates.

Man hat mal gute und mal schlechte Dates. Aber dann gibt es noch diese eine ganz besondere Art von Dates, die unvergesslichen. Leider nicht in ihrer positiven Form, sondern eher „Oh mein Gott –What the fuck? Was war das soeben?“ Diese Art von Dates bleiben unvergesslich und reichen für manchen Lacher in einer Mädlsrunde.

Meine Top 3:

Date Nr.3
Er war nett, es hat alles gepasst. Wir waren Essen und dann noch auf einen Kaffee, haben uns über Gott und die Welt unterhalten und waren in einigen Punkten sogar auf der selben Wellenlänge. Aber irgendwie sprang kein Funke über von meiner Seite. Als es dann zum Verabschieden kam, ereignete sich dieser Dialog:
Ich: „War ein echt toller Tag. Danke.“(Ich finde, man muss ja nicht mit der Tür in Haus fallen, dass es das erste und letzte Date war.)
Er: „Na, wiedersehen werden wir uns wohl nicht mehr“ (Er sah das anscheinend anders.) 
Ich: „Ähm, ich, ähm…“ (sprachlos mehr oder weniger.)
Er: „Hab ´ne Freundin und steh eigentlich mehr auf Blonde“
Ich: „ÄH?“
Er drückte mir einen Schmatzer auf die Wange und ging davon.
Leider war ich ca. noch 10 Minuten so perplex, dass mir erst dann alle guten Antworten einfielen.

Date Nr.2
Er war süß (mein Wort für „ich bin interessiert“). Ein Freund einer Freundin. Fehler Nr. 1: Date keine Freunde von Freunden, das endet immer in einer kleinen Katastrophe. Ich ging mit zwei anderen Freundinnen in unsere Lieblingsbar. Er sollte mich von dort abholen. Wir blieben irgendwie dort sitzen. Fehler Nr. 2: Man sollte nicht ein Date und einen Mädlsabend verbinden. Dennoch war es lustig. Teilweise war es angenehm, nicht immer nur zu zweit eine Unterhaltung zu führen. Ich hatte Spaß, bis zu dem Punkt, wo er sein Handy rausholte und beinhart allen in der Runde Fotos von seinem Penis zeigte. Plötzlich wurde für mich aus süß sowas von gar nicht mehr interessant. Nennt mich altmodisch, aber wenn schon Penis, dann in echt und keine Genitalfotos.

Date Nr.1
Ich hatte keinen Bock auf ein Date, aber er ließ nicht nach und schrieb weiter. Die Aussage, ich habe kein Geld, schmetterte er ab mit dem Satz „Ich lad dich ein, sag nicht nein.“ Nagut. Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren (im übrigen mein Motto.) Teure Bars in Berlin zu finden ist keine Kunst, aber in sowas geht keiner – normalerweise. Ich sowieso nicht, weil irgendwie ewig pleite und da rennen nur Idioten rum. Aber ich dachte, so sieht mich wenigstens niemand. Also in der schicken Bar, aus einem Gläschen wurden zwei und irgendwie war die Unterhaltung mittelmäßig. Musste mich zwingen überhaupt zu antworten, weil einfach kein Bock. Er redete nur von seinem Erfolg, wie viel Geld sein Projekt abwirft. Nicht der erste Berliner, der von seinen Projekten redet ohne Punkt und Komma, aber dank Google wusste ich, dass das mit dem Geld wirklich stimmte.

Es kam zur Rechnung. Ich war mir dann doch irgendwie zu stolz, mich einladen zu lassen und wollte gerade getrennt sagen, als er sagte: „Oh ich hab mein Portemonnaie zu Hause liegen lassen. Sie zahlt.“ Ich gedanklich nur, „das ist nicht sein ernst.“ Die Kellnerin schaute mich an und war auch etwas verwundert. Ich zahlte. Eine FETTE Rechnung. Welcher Trottel bestellt sich eigentlich sechs Euro teures Bier und das gleich zweimal? Ich verfluchte ihn. Für seinen schlechten Geschmack, für das miese Date, für meine Zukunft: eine Woche Nudeln mit Ketchup.


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