101112 // Sonntag

Wir leben in einer seltsamen Welt. Vor einigen Jahrzehnten haben wir uns die freie Liebe gewünscht, bekommen haben wir sie aber nie. Statt der Freiheit kam der Konsum. Sex. Blinkende Leuchtreklamen. Nichts war je einfacher. Was vor Jahrhunderten mit großer Anstrengung verbunden war, wird jetzt per Knopfdruck erledigt. Zwischenmenschlich schaut es nicht anders aus. Statt sich mit dem Menschen auseinander zu setzen, schauen wir uns sein Facebook Profil an. Statt einfach auf einen Kaffee zu gehen, schreiben wir uns per Whats app. Es erscheint, als ob es einfacher wäre. Ist es aber dann doch nicht. Statt mit einem Menschen glücklich werden zu wollen, lenken wir uns mit seichten Bekanntschaften ab. Konsumgut Sex. Simpler zu finden und meistens endet er mit einem „Oh mein Gott“ statt einem gebrochenen Herzen und viel zu vielen Gedanken.
Aber kann das gut gehen? Sind wir schon so sehr abgestumpft, dass es uns nicht mehr stört wenn man nicht mehr der Einzige ist. Monogamie, überbewertet?
Ich denke nicht, dass unsere Eltern/ Großeltern, das wollten. Sie wollten, dass wir das Recht haben über unseren Körper frei zu bestimmen. Keine Scham zu haben, aber nicht schamlos zu sein. Sie wollten, dass wir lieben können. Aber stattdessen suchen wir die nächste Ekstase. Irgendwo im Rausch zwischen Drogen, Alkohol und dem Rauch der Nebenmaschine.

Aber was weiß ich schon.

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