It’s all about the money.

Es ist vorbei. Einige wissen es von Snapchat, viele wussten es wahrscheinlich nicht, dass ich ein halbes Jahr im Einzelhandel  gearbeitet habe. Wo ist irrelevant, denn was ich erlebt habe, war – um ehrlich zu sein – ein Wahnsinn.

Neben meiner Tätigkeit als Bloggerin, arbeite ich als Social Media Content Creator und eben bis vor kurzem auch im Verkauf.

Eine Frage, die mir viele gestellt haben, wieso machst du das, du hast doch studiert? Ich fand diese Frage immer etwas dumm. Denn warum nicht?
Generell ist mir aufgefallen, dass der Job „Verkäuferin“ bei ganz vielen etwas auslöst – und zwar denken viele, dass man zu dumm wäre etwas anderes zu finden.

Um ehrlich zu sein: „It’s all about the money“. Ich habe für die „wenigen“ Stunden, die ich dort pro Woche gearbeitet habe, teilweise sehr gut verdient.

Aber im Grunde war es Schmerzensgeld für all das was ich sehen und mitbekommen musste.
Immer wieder habe ich mir gedacht, bin ich hier eigentlich im Irrenhaus gelandet.
Einiges hat mich mehr als nur verwundert.

Liebe Shopperin,

1. Du bist nicht dünner, nur weil du dir eine XS kaufst. Hosen sollten auch passen, wenn man sich hinsetzt. Und nein, es liegt nicht immer am Schnitt. Du kaufst dir die Hose, bringst sie wutentbrannt zurück, weil sie nicht passt? Nur so nebenbei, es schaut niemand der dich kennenlernt auf dein Kleideretikett. Ob da jetzt XS oder XL steht, sollte egal sein. Arbeite lieber an deinem Charakter, der Persönlichkeit und schreie nicht die Verkäuferin an, dass du immer eine XS trägst und nur diese eine Hose dir nicht passt. Und falls dich jemand auszieht und einen Blick auf das Etikett erhascht, wird ihm/ihr hoffentlich egal sein, ob da nun XS oder was auch immer drinnen steht. Ein kleiner Profi-Tipp von mir: Etikett rausschneiden, es kratzt sowieso nur.

2. Bitte vergiss deine Höschen nicht! Zum einen, lass das Höschen an, auch in der Kabine, keiner will es dann raustragen müssen und wegwerfen. Zum anderen, vergiss dein Höschen nicht zu Hause und lass nicht den Vorhang der Umkleidekabine offen. Also Double-Check wenn man das Haus verlässt zum Shoppen, Höschen an? Perfekt!

3. Auch wenn du einen langen Tag im Büro hattest und noch schnell einen super tollen Fetzen kaufen möchtest, wobei du noch nicht weißt welchen, es gibt Öffnungszeiten. Und die Personen in den Geschäften würden auch gerne mal pünktlich gehen. Denn es ist nicht so, dass der Laden schließt und alle gehen. Nein, es wird danach noch aufgeräumt. Und wenn du dann freundlich darauf hingewiesen wirst, dass die Garderoben bereits geschlossen sind, das Geschäft eigentlich schon seit zehn Minuten geschlossen sein sollte, wirf nicht den Kleiderbügel nach der Verkäuferin, die einfach nur noch erledigt ist, und schrei „Dann kauf ich halt nichts“.

4. Wenn du siehst, dass gerade alle Jeans fein säuberlich gefaltet werden, versuche nicht die unterste rauszuziehen, nur weil du annimmst, das ist deine Größe. Und lass auf gar keinen Fall den Chaos-Stapel einfach auf dem Boden liegen und schaue die Verkäuferin nicht verdutzt an, bevor du weggehst und meinst „man findet da ja eh nie was“.

5. Wenn man sich 40-Euro-Schuhe kauft, die schon danach schreien, dass sie Blasen machen, versuche sie nicht umzutauschen nachdem du sie auf der Straße getragen hast. Schon gar nicht mit dem Satz „wie soll ich denn herausfinden, ob sie weh tun, wenn ich sie nicht trage“. Nachdem du dir offensichtlich eine Prada-Tasche, Hermes-Geldbörse und Chanel-Broschen leisten kannst, wirst du wohl auch eine Wohnung haben, in der du hoffentlich ein paar Schritte gehen kannst.

6. Man wird nicht schneller bei der Kassa, wenn du gestresst mit den Fingern klopfst. Nein, meistens wird man da langsamer, weil man versucht eine Morse-Code aus deinem Geklopfe herauszuhören.

7. Sale-Zeit ist nicht die Zeit, wo du anfangen solltest zu fragen, wo denn der Pullover XY in Größe M sei, den du vor vier Wochen da hinten im Regal gesehen hast. Ohne Artikelnummer geht gar nichts. Die Verkäuferin war vor vier Wochen nicht dabei, um mit dir den Pullover zu bewundern.

8. Die Wörter „Bitte“ und „Danke“ wurden noch nicht gegen „hey“ und „schnell“ ersetzt. Danke!

9. Du schlenderst durch den Laden, im Arm ein wunderbares Kleid, plötzlich willst du es nicht mehr. Dann bitte, hänge es nicht irgendwo hin oder schmeiß es schon gar nicht auf die nächste Fläche, die du siehst. Gib es einer Verkäuferin oder lege es in die Garderobe bzw. nimm dir die eine Minute und hänge es zurück. Wenn du es irgendwohin hinlegst, finden wir es nicht, wenn es jemand sucht.

10. Apropos Suchen. Du warst so schlau und hattest eine Artikelnummer, aber das Verkaufspersonal schickt dich in eine andere Filiale. Dann sage niemals, aber die haben gesagt, bei euch gibt es noch ein Stück. Erstens, der Computer hat nicht immer Recht, zweites nur weil es angeblich im Geschäft sein soll, findet man es nicht immer. Denn, es gibt Menschen, wie unter Punkt 9 beschrieben, die einfach Querfeldein Sachen umhängen, mitschleppen und irgendwo liegen lassen.

11. Wir sind ja nicht bei Gucci. Wenn dir ein Schnitt nicht passt, ähm, naja, dann ist das halt so. Du willst ja auch nicht mehr als 40 € für eine Jeans zahlen.

Im Endeffekt wissen wir beide, Mode ist nicht der heilige Gral. Vielleicht macht dich das Kleid super glücklich, aber es ist nicht das wichtigste auf der Welt. Deswegen sei lieb zu deiner Umwelt und spinn nicht rum.

Alles Liebe, Leonie.

31 Comments

  • Katha sagt:

    herrlich amüsant geschrieben…ich arbeite zwar nicht im Einzelhandel, aber es ist teilweise schon erschreckend wie respektlos und unverschämt manche Leute sein können, ähnlich auch in diversen Bewirtungsbetrieben… 😉

    • Vivi sagt:

      Ich arbeite selbst seit über zwei Jahren im Einzelhandel & habe gelernt das alles 2 Seiten hat . Bei meinem alten Arbeitgeber einen Italienischen Herrenausstatter . War es auch soo das viele Kunden unhöflich waren , eingebildet , nach Ladenschluss noch ewig geblieben sind & alles durcheinander gebracht haben . Jetzt arbeite ich bei einem anderen Herrenausstatter & jetzt sind die Kunden echt herzig . Bringen Essen , Süßes & kleine Geschenke vorbei . Sind höflich & Verständnisvoll . Trotzdem mache ich die Matura um später etwas anderes arbeiten zu können .

  • Vanessa sagt:

    Diese Zeilen könnten von mir sein.

    Ich glaube aber, dass du sogar in einem noch „gehobeneren“ Modehaus tätig warst, als ich. Ich war auch vier Jahre im Einzelhandel und bei uns ist es teilweise sogar zu noch viel merkwürdigeren Ereignissen gekommen. Kunden, welche die Umkleidekabine oder den Kundenlift mit einer Toilette verwechselt haben. Kinder die sich beim Spielen die Köpfe blutig gestoßen haben und deren Eltern währenddessen trotzdem lieber nach Hemden schauen wollten usw. Die Liste ist lang.

    Vielleicht werde ich irgendwann einmal ein Buch darüber schreiben. Bis dahin bin ich froh, dass ich von dort weg bin und hoffe, dass ich bald einen Job in dem Bereich finde, indem ich studiert habe. Das ist nämlich leider auch nicht gerade easy – was auch oft ein Grund ist, warum studierte Leute dann im Verkauf stehen.

    LG Vanessa

  • Cathy Anita sagt:

    Oh man das hat mich gerade sooo ans letzte Jahr erinnert, als ich selbst noch als Verkäuferin eines spanischen Modelabels tätig war.

    Es war einfach richtig schlimm und ich habe es leider auch nur des Geldes wegen getan und werde es höchstwahrscheinlich nie wieder tun.

    Es ist einfach abnormal, wie unhöflich und grausam manche Leute einfach sind. Natürlich nicht alle, aber Manche leisten sich einfach sachen :’D

    Lieben Gruß,
    Cathy

  • Christina sagt:

    Ein Traum Ich bin nun seit über 7 Jahren im Einzelhandel und da ist deine Liste noch klein gegenüber. Die Leute sind so frech und dreist teilweise. Und ja sie meinen man ist dumm und man wüsste nicht das es zu heiß gewaschen worden ist und deswegen eingelaufen ist. Komisch bei einer riesen Produktion ist genau dein Teil falsch verarbeitet und die anderen Tausend nicht…

  • Marta sagt:

    Ich fühle soooo mit dir. Ich habe in München damals bei Schustermann und Borenstein gejobt. Erst dort wurde mir bewusst, wie scheiße manche Menschen sind. Und das mit der Unterwäsche…jep, es sollte eine Hall of Fame für die schlimmsten Höschen geben, die man in der Umkleide so findet. Die Bezahlung war toll, aber den Stress nicht wert.

    Cherio
    Marta

  • Daniel sagt:

    Hast du bei Zara gearbeitet ?
    Oder warum hast du ein Bild aus einem Pilot Store als Titelbild ?

  • hannah sagt:

    das ist das dümmste was ich je gelesen habe! fuck!

  • Mareen sagt:

    Leider ist es wahr, dass es solche Menschen gibt! Ich bin zwar nicht im Einzelhandel tätig, aber man beobachtet solche Situationen häufig, wenn man zum shoppen unterwegs ist. Am besten finde ich noch die Kommentare “Wofür gibt es eine Verkäuferin?“, wenn wie beschrieben, die Klamotten irgendwo landen, nur nicht da wo sie hingehören. Da stehen selbst mir die Nackenhaare zu Berge. Ich werde in meinem Bürojob schließlich auch nicht den ganzen Tag dafür bezahlt Ablage zu machen oder Mülleimer zu leeren. Ein bisschen Mitdenken wäre da durchaus angebracht, aber scheinbar kann man das nicht von jedem erwarten. Traurig, aber wahr.

  • Julia sagt:

    DANKE! Für diese ehrlichen Worte. Mir geht es täglich genauso. Ich hoffe dass ganz ganz ganz viele Menschen diesen Eintrag lesen. Nicht, um später sagen zu können „was beschweren die sich, die werden dafür bezahlt um aufzuräumen“ (wie ich es an den Kopf geworfen bekomme wenn ich die faltende Person am Jeanstisch bin aus Punkt 4). Ich hoffe dass den Menschen nach so einem Text Regeln nachvollziehbar erscheinen. Regeln wie zB nicht mehr als sechs Teile in die Umkleidekabine zu nehmen. Gründe dafür sollten doch logisch sein, oder? Aber eigentlich scheinen viele Kunden das Prinzip der Anprobe sowieso nicht zu verstehen.
    Oder die Regel dass ein Umtausch nach über zwei Monaten (oder einer kompletten Jahreszeit) nicht möglich ist.
    Und wo ist eigentlich der Respekt geblieben? Der Respekt vor fremden Eigentum? Ich habe gestern einen Blazer gefunden der auf dem Rückenteil komplett bemalt war. Warum? Und warum sind 99% aller weißen Oberteile mit Makeup, Lippenstift beschmiert? Natürlich besteht Kundin an der Kasse dann auf eine Preisreduzierung. Oder nein, lieber doch dann ein anderes sauberes holen. Wie schädlich dass für den Konzern ist, ist den meisten komplett egal.

  • Alex sagt:

    Ist es wirklich schon so schlimm? Ich weiß, wieso ich zur Zeit nur Online-Shopper bin… Früher habe ich (wie sich das für eine Frau eigentlich gehört, oder?!) sooooo gerne in der Stadt eingekauft, aber ich habe einfach keine Lust mehr darauf. Wenn die Kundinnen so sind, verstehe ich, warum die Verkäuferinnen manchmal echt mies drauf sind – leider ist es mir aber schon passiert, dass das dann an mir ausgelassen wurde, und ich bin echt keine schwierige Kundin. Wenn ich sehe, dass irgendwo was rumliegt, hänge ich es sogar auf oder gebe es ab. Vielleicht, weil ich selbst mal im Jeansladen gearbeitet habe, aber nur eine Woche, denn ich bin absolut nicht für den Job geeignet! Dort gabe es auch noch pro verkaufter Hose Provision und man musste – aber so, dass der Kunde es nicht merkt – einen Aufkleber mit seiner Mitarbeiternummer an einer bestimmten Stelle anbringen, damit die Verkäuferin an der Kasse diesen dann auf meinen Mitarbeiterzettel kleben konnte, da gab es natürlich IMMER Stress und Eifersucht zwischen den Kolleginnen. Die Kunden durften es aber nicht sehen! Was für ein bescheuertes System… Vielleicht sollte ich darüber auch mal einen Artikel schreiben! GLG, Alex

  • Maria sagt:

    Ganz toller Beitrag.
    Ich erinnere mich hierbei an meine Zeit bei Zara.

    Ganz liebe Grüße,
    Maria.

  • Mareike sagt:

    Ja, dumme und unverschämte Menschen gibt’s wirklich überall im Einzelhandel. Auch mit Kunden am Telefon im Büro geht’s mir öfter mal so.

  • Ina Nuvo sagt:

    Mein Freund durfte ähnliche Erfahrungen im Servicebereich machen, sein Umgang mit den Problemen hat mich immer wieder beeindruckt: Er ließ sich einfach durch nichts und wieder nichts aus der Ruhe bringen, sei es der gestresste Chef, oder der Kunde, der sein Getränk umgeschüttet hat, und dem Kellner dafür die Schuld geben will…

    Immer die Ruhe bewahren, und im Zweifelsfall: Lächeln und Nicken 🙂 ein dickes Fell ist immer praktisch 😉

    Alles Liebe
    Ina
    ina-nuvo.com

  • S. sagt:

    Ja ich arbeite auch für einen spanischen modehändler, und es ist genau so! Ich hab ne Regel ich lass mich von so etwas nicht ärgern , man kann Kunden auch auf freundliche Weise dazu zu bringen das sie sich schämen und sich entschuldigen

    • Hi, ja ich hab sie immer angestarrt und gelächelt wenn sie was auf den Boden gelegt haben, dann waren sie immer nervös und haben sich entschuldigt. oder ich hab nen witz gerissen, das hat so einige situationen gerettet.

      xx Leonie

  • Chrissi sagt:

    Oh Gott ist das ein toller und ehrlicher Beitrag. Ich habe schon in einigen Einzelhandelsläden gearbeitet und habe die skurrilsten Dinge erlebt. Mir wurde auch schon in die Kabine gepinkelt auf Klamotten!! Oder in den Aufzug gekackt!!! Ich habe bei einer normalen Kette gearbeitet und bei einem exklusiv Geschäft. Es ist den Kunden egal wie hoch der Preis bei Kleidung sind . Sie sind alle unverschämt und frech . Sie denken und interessiere deren Meinung und sie wüssten alles besser. Das Problem ist jeder Kunde lebt nach dem Motto..Kunde ist König ..und daruch denken Sie die können die Mitarbeiter wie sch**** behandeln. Wenn denen etwas nicht passt wird sich sofort beschwert über dich..auch wenn du recht hast ..es ist egal !!!! Dann der Satz ..ich schaffe Arbeit indem ich Kösmotten in der Kabine lasse !!! BITTE WAAAAAAS? Soll ich zu dir auf die Arbeit komme und für mehr Arbeit Sorgen ? Sehr gerne !!!!! Anscheind hast du zuviel Zeit um mich zu nerven !!!!!!!
    Die Kunden vergessen einfach das du auch ein Mensch bist ..das du Freund ..Partner ..Ehemann ..Kinder und Freunde zuhause hast die schon auf dich warten weil du jeden Tag um 21 Uhr erst heim kommst und sogut wie jedes Wochenende arbeitest! Und diese typischen Sprüche..du hast dir den Job ausgesucht !!!
    JAAAAA habe ich, weil ich es liebe mit Menschen zu arbeiten ..weil ich Mode Liebe und wären die Kunden nett dann würde ich davon absehen solang zu ar roten und am Wochenende !!! Aber ihr behandelt Verkäuferinnen wie das letzte und das ist der Grund warum Verkäuferinnen meine Lust mehr haben jeden zu bedienen!!! Und noch was zur Info ..wenn du dich beschwerst wegen jeden Müll ..dann bin ich mein Job los …und wenn ich dich Villt schon mehrmals drauf angesprochen habe ob ich behilflich sein kann ..dann nur weil ich muss ..da mein Chef mich genau beobachtet und ich Umsatz machen muss ..Im grundegenomnen lieben wir unseren Job nur verlierbt die Gesellschaft alles und das ist der Grund warum ich jetzt woanders arbeite !! Allein wie oft sich Frauen beschwert haben über mein Aussehen ..ist man hübsch ..blond ..gestylt und trägt auffälligen Lippenstift wirkt man direkt arrogant und eingebildet auf Kunden !! Unfassbar ..

    Nochmal danke für deinen Beitrag
    Es freut mich das jemand offen darüber spricht

  • Jana sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Du bist noch glücklich, dass du nicht so lange im Verkauf gearbeitet hast und nur wenig Stunden pro Woche. Meiner Meinung nach je mehr desto viel schlimmer. Ich glaube, dass als Teilzeitkraft man noch relativ gut sich fühlt und die Arbeit auch Spass machen kann.

    Ich habe auch viel miterlebt und ich finde es wirklich schade, wie die Leute sind. Vor allem gibt es einfach kein Respekt gegenüber Verkäuferinnen. Ich werde das nie akzeptieren.

    Und dazu noch Steharbeit!!!

    • Liebe Jana, danke dir für dein Kommentar. Ich denke, dass es in jedem Beruf „leichter“ ist umsoweniger man arbeitet, da man ja nicht ständig damit konfrontiert ist. Leider war ich meisten bei den „Hauptzeiten“ eingeteilt, was mir viel gezeigt hat. Ich bin, denke ich, eine bessere Kundin geworden 😉

      xx Leonie

  • sarah vanessa kornmeister sagt:

    liebe leonie, erst mal musste ich herzlich lachen, als ich diesen witzigen, humorvollen und dennoch etwas sarkastischen blogpost gelesen habe 😉 danach war ich eher geschockt – denn die kundschaft scheint sowohl in österreich als auch bei mir in deutschland gleich zu sein. eigentlich ist es ja auch wirklich nicht lustig, wie man als verkäuferin teilweise behandelt wird. neben meinem studium habe ich allerhand nebenjobs gemacht: servicekraft in einem cafe, barkeeperin, babysitterin, aushilfe in einem buchladen und eben verkaufskraft in einem bekleidungsgeschäft. meine „highlights“ waren: 1. eine dame, die mehrmals sichtlich getragenes (allerdings mit etikett dran) zurückbringen wollte und ihr geld wieder haben wollte 2. eine benutzte (und ziemlich ekelhafte) damenbinde in der umkleide!

    wenn du die richtigen kollegen hast, kannst du dir ja vielleicht einen spass aus all diesen frechen leuten machen aber leider waren meine kolleginnen teilweise leider echt total dumm oder total abgehoben, tussig und zickig. ich bin froh, dass ich raus aus dem business bin und endlich einen job angenommen habe, der zu meinem mittlerweile abgeschlossenem studium passt 🙂

  • Lea sagt:

    Das ist wirklich ein sehr toller Beitrag und einfach so wahr.
    Ich arbeite neben dem Studium auch im Einzelhandel und es ist genauso wie du es beschreibst. Ich habe in diesem einem Jahr schon richtig schlimme Sachen erlebt. Man wird einfach ständig angemotzt. Es ist jedes mal das selbe. Die erste Stunde bin ich immer noch gut gelaunt und freundlich und dann ist es aber meistens auch schon vorbei. Ich habe zum Beispiel eine Kundin gebeten beim nächsten mal ihre 6 Hosen doch bitte umzudrehen. Ihre Antwort darauf war :
    „Dass ist ihr Job und nicht meiner.“ oder als ich einer Kundin sagte sie dürfe nur mit 6 Teile in die Umkleide gehen und nicht mit 10, zeigte sie auf die Schilder und sagte :“ geben sie mir einfach ein Schild mit der 6 und der 4.“ Ach was, auf die Idee bin ich aber noch gar nicht gekommen!?!?!?! Teilweise schmeißen die Leute die Sachen am Boden und ziehen sich dann vor den Spiegeln außerhalb der Kabine um. Wenn ich dann hingehe und die Sachen aufheben will heißt es nur: „NEIN stopp dass sind meine Sachen.“ Aber dass die Sachen noch nicht einmal gekauft sind und dass es immer noch noch nicht ihr Eigentum ist, was die Damen einfach auf den dreckigen Boden werfen, dass verstehen die einfach nicht und sie kaufen sowieso nicht alle 10 Teile. Es gibt einfach noch so viele Sachen, die man erzählen könnte. Ich finde wirklich jemand sollte ein Buch darüber schreiben.

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