I miss you, but I don’t want you back.

Die Zeit vergeht, die Tage verrinnen, das Laub fällt von den Bäumen und der Sommer geht. Du bist längst gegangen, ohne Worte, ohne Abschied, ohne klaren Cut. Ich weiß nicht, was mich mehr verletzt hat, dass du ohne eine Aussprache gegangen bist oder dass ich nicht erkannt habe was für ein Mensch du bist. Nämlich einer der geht. Unberührt von meinem Leid, unberührt von meinem Schmerz, gleichgültig gegenüber meinem einzigen Wunsch einer Aussprache.

Es nagt an mir. Es macht mich wahnsinnig. Es rattert, es zerrt. Jeden Tag, nach wie vor. Immer wieder kommen die Gedanken hoch: War ich es nicht wert? War ich denn nicht mal ein Wort des Abschieds wert? Hast du überhaupt je etwas davon ernst gemeint was du gesagt hast? Oder hast du dich nur selbst gerne für kurze Zeit in der Rolle gesehen? War das alles einfach nur ein Spiel für dich und ich bin der Verlierer weil ich daran geglaubt habe? Weil ich es probieren wollte?

Mein Vertrauen ist mit dir gegangen. So viele alte Wunden, für die du nichts kannst, wurden aufgerissen, dass ich Angst habe, nie mehr fähig zu sein sie zu schließen.

Ich weiß, es wird wieder. Alles wird gut.

Alle sagen mir das gleiche, mit der Zeit vergeht es. Ich kann es nicht mehr hören. Du wirst nie vergessen sein, nie war jemals etwas was mir passiert ist vergessen. Es war nur begraben unter tausend Schichten. Doch vergessen konnte ich nie.

Der Schmerz, der meinen Körper wie einen Blitz durchfährt, wenn dein Name fällt oder wenn ich an die Momente erinnert werde, wird immer da sein.

Als das Paket zurückkam, welches ich dir damals, als alles gut war schickte, zurück kam. Ich es entgegen nahm. Zog sich mein Körper zusammen. Das beklemmende Gefühl der Machtlosigkeit überkam mich.

Ich weine nach wie vor, jeden Tag, es wird zwar weniger, aber auch nur weil mir die Kraft dafür fehlt.
Genau so fehlt mir die Kraft anderen zu erklären, wieso es mir nicht gut geht.
Auch das habe ich aufgegeben, ich rede nicht mehr. Ich lächle. Lenke mich ab. Versuche es einfach zu betäuben. Es hilft. Kurz. Und wenn ich dann einen Moment lang glücklich bin, sei es nur eine Sekunde, bricht es in mir wieder zusammen. Eine Angst überkommt mich, dass mir auch dies nicht vergönnt ist. Das es sich mir entreisst. Ich nichts halten kann. Nicht wert bin.

Es verfolgt mich wie ein Schatten. Dabei tue ich alles um es los zu lassen, hoffe jeden Tag, dass ich mich mal nicht mehr so fühle. Ich akzeptiere es. Zumindest weiß ich, ändern kann ich es nicht. Nur wieso lässt es mich nicht los? Wieso krallt es sich um meine Lungenflügel, lässt mich nicht atmen, schnürt mir die Kehle zu und hämmert in meinem Kopf?

Aber es ist zu spät.

Es liegt eine gewisse Zeit zurück und dennoch kommt es mir wie Jahre oder Sekunden vor. Gefangen in diesem Zeitgefühl. Als wäre es gestern gewesen oder irgendwann. Gefangen mit meinen Gefühlen, versuche ich einfach weiter zu machen.

Wische die Tränen weg, schiebe den Gedanken zur Seite gerade nicht mehr glücklich werden zu können. Irgendwann werde ich es nämlich wieder sein. Ich klammere mich daran, egal, wie schwer es sein mag.

7 Comments

  • Werner sagt:

    I feel you girl 🙁

  • Kathi sagt:

    Hi Leonie – dein Text hat mich gerade berührt weil er so schön geschrieben ist und ich das gerade so gut nachvollziehen kann… einige Sätze spiegeln genau das wieder was ich gerade denke und verarbeite. Bei mir überwiegt gerade die Wut, das hilft oft zum anschließen und nach vorne schauen – ich kenne deine genaue Situation nicht oder was vorgefallen ist aber einfach ein dem anderen, machen was gut tut und Emotionen raus lassen wenn sie da sind. Es braucht so lang es braucht und du bist eine starke tolle Persönlichkeit die sicher bald wieder das Glück in der Liebe finden wird :).
    Fühl dich gedrückt,
    Kathi

  • Katharina Ecker-Lala sagt:

    Liebe Leonie! Er ist es nicht wert! Sich so feige davon zu stehlen ist keine Träne wert.du hast das sicher 1000x gehört .Ich kann dir nur sagen irgendwann völlig unerwartet ist dieser Schmerz weg. Dann denkst du nicht mehr an ihn.du ertappt dich dabei nicht an ihn zu denken und Hoechst in dich hinein und da ist dann nichts mehr da was schmerzt.das dauert meist so lange aber glaub mir es geht vorbei und dann siehst du ihn auch so wie er wirklich war- keine Träne wert! Alles liebe

  • Susi sagt:

    Die Lücke die sich nie mehr schließt, sie hat die Form von dir. (Julia Engelman)

    Und jetzt wart ich auf die Zeit die meine Wunden heilt, während mein Kopf und mein Herz bei dir verweilt. (Solo/Thomas D)

    Liebeskummer ist so besch*** … ich leide mit dir.

  • Susanne sagt:

    „Ich warte bist die Zeit meine Wunden heilt, während mein Kopf und mein Herz bei dir verweilt“ (Solo/Thomas D.)

    „Die Lücke die da fehlt, sie hat die Form von dir.“ (Julia Engelman)

    Liebeskummer ist einfach nur Sch*** … ich leide mit dir!

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