How to survive Berlin

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Zuerst Mal meine Lieben, keiner, der wirklich „Berlin lebt“, lebt lange. Ist nun mal Fakt.
Dass ich ein Jahr dort gelebt habe und jetzt noch stehe, tanze, atme und nicht aussehe wie Gevatter Tod kommt einem Wunder gleich.
Für euch habe ich den Berlin-Survival-Plan zusammen gefasst.

Vorbereitung:
Du fliegst für ein paar Tage, vielleicht eine Woche nach Berlin? Dann versuche davor, brav zu sein. Iss viel Gemüse und Obst, trink Wasser und spare deine Lebenskräfte. Denn in Berlin wirst du außer das bisschen Salat im Döner kaum etwas Gesundes zwischen die Zähne bekommen, außer du bist so ein Öko-Fuzzi. Kleidermäßig ist Berlin super unkompliziert. Flache Schuhe sind ein Muss, denn du wirst viel gehen. Nimm dir Kleidung mit, die du danach auch verbrennen könntest, denn meistens nistet sich der Clubgeruch so stark ein, dass du ihn auch nach paar mal waschen nur schwer herausbekommst. Ob Jeans, Kleider, Röcke oder nur ein Badeanzug mit goldener Leggings. In Berlin ist alles erlaubt, wenn du nicht gerade wie der größte Spießer rumläufst, beachtet dich soweit auch niemand.
In keiner Stadt der Welt habe ich sooft nackte Menschen auf der Straße gesehen, wie dort.
Eines aber vorab: übertreib es nicht, denn die mit den schrillsten und seltsamsten Outfits sind meistens die Touris und Berliner mögen Touris meistens nicht so sehr.

So, du bist gelandet? Am besten du quartierst dich bei jemanden ein, den du kennst (es wohnt immer irgendwer, den man kennt, in Berlin) oder surfst Couch, so bist du gleich im Berliner-Leben drin und musst nicht in den ekligen Hostels pennen. Gibt zwar auch nette Hotels, aber ich muss gestehen, davon hab ich keinen Plan.
Du willst Berlins Nachtleben genießen, stell die Uhr um. Man kann auch untertags feiern, meistens ist es sogar besser und man steht nicht an. Ein Sektle-Frühstück Sonntagmorgens und dann auf in den Club. Am besten nimmst du einen Rucksack mit, in dem du dein Krimskrams reinhaust und vielleicht ein Shirt zum wechseln, niemals vergessen Taschentücher (Klopapier-Problematik) und Kaugummis, nicht nur um einen frischen Atem nach einem Tag tanzen zu haben, du wirst auch sicherlich danach gefragt werden und würdest somit jemanden im Club unglaublich glücklich machen.
Was du hingegen NIEMALS tun solltest und wofür du eiskalt auch rausgehauen wirst, ist, wenn du Fotos machst. So was tut man in einem ordentlichen Club auch nicht, man tanzt. Und am besten wunderst du dich nicht, wieso die Schlagen vor den Toiletten so lange sind.
Rechne auch damit, wenn du sitzt, dass jemand zu dir kommt und fragt, ob alles ok ist und ob du was brauchst. Man ist halt nett zu einander. Deswegen, falls du jemanden siehst, der ein bisschen schwach aussieht, frag ihn oder sie, ob du ihm / ihr ein Wasser holen kannst. Nett sein hat noch nie jemanden geschadet und führt dich vielleicht zu der besten Afterhour deines Lebens.
Aus dem Club raus, packt dich der Hunger. Jetzt wirst du kaum einen Fruchtsalat essen wollen, sondern wahrscheinlich etwas lecker-fettiges. Du hast die Qual der Wahl, denn Berlin bietet was Fast-Food betrifft einfach unglaublich leckeres Zeug an: Currywurst, Döner, die 2€ Simon-Dachstraßen-Pizza oder die Burger und Pommer beim Burgeramt (Boxhagnerplatz). Aber es gibt auch genug vegane Lokale, falls dir danach ist.
Das Wichtigste in Berlin ist abgesehen davon, dass du dich treiben lassen solltest und nicht alles nach einem sturen Plan verfolgen solltest, dass du Bargeld mit dir trägst, denn Geldautomaten sind rar. Mit Karte zahlen ist noch nicht so beliebt wie in anderen Städten und oft auch nicht möglich.

Was gibt es sonst noch so zu wissen:
* Gehe nachts nicht durch die Parks. Abgesehen davon, dass es gruselig ist, ist es auch nicht ungefährlich.
* Diskutiere NIEMALS mit dem Türsteher. Er/Sie lässt dich nicht rein, dann gehe.
* Du willst dich billig betrinken: Sternburger Bier und der gute alte Pfeffi werden dir helfen.
* Kaiser’s an der Warschauer/ Revalerstraße hat 24 Stunden offen außer Sonntags.
* Spätis gibt es überall und sie haben immer, so gut wie immer offen.

 

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