Wieso ich Waldi barfe.

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Fleischwolf von Kenwood.

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Einige haben mich gefragt, wie ich Waldi füttere. Da ich meinen Kleinen barfe, das heißt mit Rohkost füttere, kam oft die Frage, ist es nicht anstrengend oder ist es nicht unglaublich teuer.

Mein Beweggrund ihn so zu ernähren war ein einfacher. Zum einen ernähre ich mich relativ gesund, weshalb ich meinen Hund dieses Fertigfutter aus dem Supermarkt nicht geben wollte, da es für mich wie Mikrowellenessen für Menschen ist. Ich koche für mich täglich frisch, wieso sollte mein Hund dann etwas bekommen, wo ich nicht dahinter stehe?
Zum anderen hatte ich bis ich 15 Jahre war, einen Kater. Sultan hatte Diabetes. Eine Krankheit, die viele Tiere bekommen, meistens ausgelöst durch die Ernährung – so wie eben auch bei Menschen. Unser Kater bekam Whiskas und all das Supermark–Futter. Als er Diabetes hatte und wir ihn Spritzen geben musste, stellten wir seine Ernährung auch auf Rohkost um. Er lebte dann mit seiner Krankheit noch ein paar Jahre.

Das Fleisch kostet einen kaum mehr als Dosenfutter. Wir haben das Glück, dass es in unserer Nähe noch einen Fleischer gibt, der für Hunde immer die Knochen zur Seite legt bzw. extra Faschiertes mit Knorpeln anbietet. Das Obst und Gemüse, das Waldi essen darf, habe ich sowieso immer zuhause. Und mein kleiner Knirps ist ein wahrer Feinschmecker. Letzte Woche gab es für ihn Saibling mit Kürbis und Petersilie, dann mal Pferd mit Zucchini und Apfel. Sein absolutes Lieblingsdessert, welches er aber nur ab und zu bekommt: Topfen mit Bananenstückchen. Generell ist er komplett verrückt nach Bananen. Einmal hat er mir meine sogar geklaut.

Ich verstehe Menschen, denen vor Fleisch graust und die Probleme haben es anzufassen. Vielleicht bin ich durch meine Zeit am Bauernhof abgehärtet, weshalb es für mich kein Problem darstellt. Ich habe mich so sehr gefreut , als ich meinen Fleischwolf von Kenwood bekommen habe, wie manche über ihren Smoothie-Maker.

Na klar, ist es eine Frage der Zeit, aber ich portioniere Waldis Fleisch meistens für eine Woche oder länger und friere es ein. Das Gemüse bekommt er frisch. Das ganze kostet mich vielleicht ein paar Minuten mehr als wenn ich eine Dose öffne, aber jeder hat so seine Eigenheiten, wenn es um das eigene Tier geht.

Und für die aller stressigsten Momente habe ich für Waldi ein paar Dosen mit Bio-Fleisch. Die Dosen entsprechen dem, wie sonst ernährt wird: 60% Fleisch, 40% Gemüse.

Ich kann jeden verstehen, der sagt, dass er sich das nicht antut. Für mich ist es eine gute Lösung. Denn ich hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir beim Bauern ein Huhn bzw. Lamm gekauft habe und dann die Innereien weggeworfen habe, diese verwerte ich jetzt eben für meinen Hund.

Waldi und ich wünschen euch einen wunderbaren Tag. Wir gehen jetzt eine Runde.

3 Comments

  • Katharina sagt:

    Machen wir bei unserem Hund auch und sie ist der gesündeste Hund den ich kenn   Super glänzendes Fell und nie „Mundgeruch“.

  • catherine sagt:

    hallo leonie,
    toller beitrag wobei ich eigentlich nicht finde, dass man sich für die erziehung und ernährung seines hundes rechtfertigen sollte 😉
    ich selbst habe zwei magyar vizslar (5 und 2 jahre alt) und barfe beide. zum einen weil ich das für das natürlichste der welt halte und gerne weiss, was mein hund wann zu sich nimmt und zum anderen weil ich am land lebe und das für mich so sehr einfach ist 🙂 die beiden sind superaktive hunde, sind nie krank – viele hunde leiden ja hin und wieder an magendarm-geschichten und müssen erbrechen – und haben tolle, schöne zähne und ein glänzendes fell und auch nie haarausfall.
    sie lieben gemüse sehr und fressen auch als „belohnung“ geschnittene karottenstücke.
    ich würde es jederzeit wieder genau so machen und kann barfen echt empfehlen. find es toll, dass das viele leute derzeit machen und es wieder ein „trend“ ist 😉

    beste grüße, catherine aus deutschland

    • liebe catherine,

      danke dir fürs kommentar. leider habe ich oft schon kritische kommentare gehört über waldis ernährung. für mich ist es auch einfacher und bis jetzt kommt er mir super glücklich damit vor 😀 er liebt gekochte karotten, wenn es die gibt, macht er alles dafür ume ine als belohnung zu bekommen.

      ich habe meinen kater vor mehr als 10 jahren auch gebarft und bin so draufgekommen, dass es eigentlich am besten fürs tier ist und man glaubt es mir ja nie aber auch billiger!

      ganz liebe grüße aus wien

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