10 Tipps für ein Wochenende in Salzburg

Freitag.
10 Uhr – Café Fürst
Das Café Fürst gehört nicht nur zu den Traditionsunternehmen in Salzburg, sondern hier wurden auch die Mozartkugeln erfunden. Man erkennt sie an ihrer blau-silbernen Verpackung und bereits eine von den Originalen macht einen satt! Aber ihr kennt mich, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch eine Haustorte dazu gegessen hätte. Das kleine Café hat mein Herz im Sturm erobert. Es ist nicht sehr touristisch dafür klein und fein.

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11 Uhr – Mozart’s Geburtshaus
Ein Salzburg-Besuch ohne einen Abstecher ins Geburtshaus von Mozart ist kaum möglich. Geheimtipp: Freitag morgens ist das Museum fast leer. Waldi durfte mit, auch wenn er getragen werden musste. Mich hat das Museum jetzt nicht unbedingt umgehauen, lag aber wahrscheinlich daran, dass ich als Kind jedes Jahr im Musikunterrricht alles über Mozart lernen musste und ich dadurch nicht viel neues hörte. Cool war es dennoch, in einem alten Salzburger Haus zu stehen. Ich könnte mich nicht an diese niedrigen Decken gewöhnen.

13 Uhr- Museum der Moderne
Ein weiteres Museum stand auf unserer Liste, das Museum der Moderne. Hier war ich schon einige Male und besuche es immer wieder gerne. Besonders die Aussicht vom Mönchsberg ist ein Traum. Die Ausstellung hat es mir leider nicht so angetan, da habe ich schon bessere in diesem Museum gesehen. Ich bin aber auch kein Fan von Performance-Kunst, muss ich dazu sagen. Mir gibt diese Kunstform einfach nicht sehr viel. Vielleicht bin ich aber auch nur geschädigt von meiner Uni, wo wir 3 Jahre lang uns damit beschäftigen mussten. Ich bevorzuge Malerei. Gebt mir eine Willem de Kooning Ausstellung und ihr seht mich einen ganzen Tag nicht.

14.30 Uhr- Haus der Natur
Da die Ausstellung im Museum der Moderne uns nicht so wirklich zusagte, gingen wir ins Haus der Natur. Dieses Museum ist mit dem Naturhistorischen Museum vergleichbar, nur eben kleiner. Ich war zunächst skeptisch, da es eher ein Museum ist, welches ich mit Kindern besuchen würde. Aber dann hatte ich den größten Spaß. Dadurch, dass sich in diesem Museum recht viele sehr alte ausgestopfte Tiere befinden und die nicht immer so normal aussahen, kam ich aus dem Lachen kaum mehr heraus. Ich weiß nicht, ob es Absicht ist, aber viele der Tiere lächeln einen an. Was total skurril ist. Angeblich befinden sich in dem Museum auch Schrumpfköpfe, leider habe ich diese nicht entdeckt.

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16.30- Zum Goldenen Hirsch
Wir machten eine kleine Führung durch das berühmte Hotel, bevor wir uns an die Bar setzten und den Cocktail Susanne genossen. Das Hotel ist ein bekannter Treffpunkt der internationalen High Society besonders zu Festpielzeiten. Die Bar war früher der Innenhof des Hauses und gilt als einer der schönst eingerichteten Bauernstilräume der Welt. Mehr zu meinem Erlebnis im Goldenen Hirsch könnt ihr hier nachlesen.
Samstag.
10 Uhr- Café Tomaselli
Das Café befindet sich gegenüber vom Café Fürst und ist um einiges größer, dafür aber auch touristischer. Ich genoss nur einen Café Latte, plante meinen Tag und zog dann durch die Stadt.

10.30 Uhr- Markt am Universitätsplatz
Mir wurde der Markt am Universitätsplatz empfohlen, da sich hier das who-is-who der Salzburger Szene zum Shoppen trifft. Die schönsten Dirndln werden extra hierfür ausgeführt.
Ich beobachte das ganze, während ich meinen leckeren Käsekrainer aß. Besonders auffällig waren die Damen, welche trotz Kälte nicht zurückschreckten ihr Dekolleté herzuzeigen, als wäre es Hochsommer. Aber im Dirndl schaut auch jedes Dekolleté großartig aus. Ich bekam Lust mir eines zu kaufen, aber ich denke, dass muss bis nächsten Sommer warten.

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11Uhr- Christkindl Markt
Der Salzburger Christkindlmarkt ist gleich neben der Resistenz und man sieht im Gegensatz vom Wiener Christkindl-Markt noch viel Handgemachtes. Mein absoluter Lieblingsstand war aber der von Alyssa Schwarz. Da es schon etwas kälter war als am Vortag, musste eine Haube her. Ich habe mich für eine Strickmütze entschieden, obwohl ich auch sehr von den Kaschmir-Hauben angetan war.

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13.30 Uhr- Stiegel Brauwelt
Ein kleiner Fußmarsch wartete auf uns als wir uns auf den Weg zur Stiegel-Brauwelt machten. Verwöhnt von den letzten Tagen, war ich ein wenig enttäuscht vom Museum und dem Restaurant. Wir sind ziemlich zügig durch das Museum und wollten uns dann im Restaurant stärken. Das Essen und das Bier waren köstlich, nur leider schlug mir der unverschämt unhöfliche Service sauer auf. Ich bin nicht sehr pingelig, aber ich möchte einfach nicht von einem Kellner dazu genötigt werden, dass ich alle drei Kostproben Bier auf einmal bestellen soll, weil er so viel zu tun hat. Ihm  das Lokal war nicht mal halbvoll und er jammerte von viel zu tun. Wir bestellten unsere drei Kostproben und weil wir nicht zügig genug trunken, diese ein wenig lasch waren. Ihr kennt das, abgestandenes Bier schmeckt nie gut. Das Essen besonders die Kartoffelspalten waren ausgezeichnet, aber ein Besuch wäre es mir nicht mehr wert. Aber nichtsdestotrotz bleibt Stiegl mein Lieblingsbier.

Den Abend verbrachte ich bei den Tanten meines Freundes.

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Sonntag.
15 Uhr- Residenz zu Salzburg
Eigentlich war der Plan nach Hellbraune zu fahren, um uns den Christkindl-Markt anzusehen. Leider war das Wetter schlecht und ich hatte Migräne, weshalb wir uns entschlossen die Residenz zu besuchen. Ich fand es großartig, viele schöne Prunkräume und interessant Ausstellungsstücke. Das einzige was ich ein wenig doof fand war, dass man genötig wurde sich ein Audioguide zu nehmen, da nichts angeschrieben war. Ich nehme so etwas aber aus Prinzip nicht, weil mich das nervt. Ich mag es Beschreibungen zu lesen, in meinem Tempo und nicht mit einem telefonartigen Ding an meinem Ohr rumzulaufen. Ja, ich bin altmodisch. Nichtsdestotrotz fand ich es die perfekte Sonntagnachmittags-Beschäftigung bei Regen.

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Mein Fazit von diesem Wochenende. Ich brauche Urlaub vom Urlaub. So viel habe ich selten an einem Wochenende gemacht.
Ich kann jedem empfehlen, der ein paar Tage in Salzburg ist oder auch nur einen, sich die Salzburg Card zu holen. Denn sie beinhaltet den freien Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und man kann die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen.
In der Nebensaison kostet die Karte 37€ pro Person und in der Hauptsaison 42€. Ich habe mir an diesem Wochenende 20€ erspart. Ich bin aber auch nie öffentlich gefahren, was in Salzburg nicht ganz billig ist.

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