Wien-Club-Guide by Leonie-Rachel

Die letzten Wochen wurde ich oft in den Insta-Live Videos gefragt, wo man denn so in Wien ausgehen kann. Für euch habe ich einen kleinen Wien-Club-Guide zusammengestellt mit meinen Lieblingsbars und Clubs, aber auch Lokale, die ihr eher meiden solltet.


Auslage
Ich hatte bis jetzt kein einziges gutes Event in der Auslage erlebt, lass mich aber gern mal eines besseren belehren. Aber unbedingt anpeilen würde ich diesen Club nicht.

B72
Wer in Wien groß geworden ist, war wahrscheinlich mit 17 Jahren mal im B72. Ein kleiner Indie-Club, wo es ab und zu Konzerte gibt und Freitags bzw. Samstags heute noch die Musik von 2007 aufgelegt wird. Zu Mr.Brightside schunkeln und einen Long-Island-Icetea schlürfen. Aber Vorsicht, der Long-Island-Icetea schmeckt nicht jeden Abend gleich. Aber nach dem zweiten, ist dir wahrscheinlich auch das egal. Auf der Bühne darf getanzt werden, pass nur auf, dass du nicht runtergeschubst wirst von irgendwelchen Landkindern, die ein bisschen Großstadtluft schnuppern wollen.
Ich war gefühlt 2008 das letzte Mal dort und habe vor kurzem dem Club wieder eine neue Chance gegeben. Irgendwie verbindet mich mit dem B72 eine Hass-Liebe, zu viele Erinnerungen auf zu kleinem Raum. Wer sich wieder jung fühlen will, sollte definitiv mal vorbei schauen.

Cafe Europa
Das Cafe Europa ist eines meiner absoluten Lieblingslokale, leider, auch das von meinem Papa. Weshalb ich nur hingehe, wenn er in Istanbul lebt. Sobald er in Wien ist, meide ich es.
Aber warum kann ich es euch empfehlen, zum einen weil der Hauswein, dort echt billig ist und dafür echt gut schmeckt. Und zum anderen: die Öffnungszeiten! Es gehört zu einen der wenigen Lokale, die lange offen haben.

Celeste
Die wohl schlechteste Anlage der Stadt, traue ich mich zu sagen, hat das Celeste. Aber wer sich einen Hipster aufreißen will, ist hier genau richtig. Deswegen kann man es schon wieder empfehlen, denn das Flirt-Potenzial ist enorm hoch. Also Singles, auf ins Celeste.

Chelsea
Für mich war das Chelsea immer das langweiligere Lokal im Vergleich zum B72. Ich war kaum dort und auch heute gibt es nichts, was mich dort hinzieht. Aber ich wollte es erwähnt haben, denn das Chelsea gibt es schon sehr lange. So lange, dass sich im damaligen Chesea (wo es noch im 8ten Bezirk war) meine Eltern kennen gelernt haben. Tja, vielleicht sollte ich dem Chelsea doch mal einen Ehrenbesuch abstatten.

Club U
Der wohl knuffigste Club der Stadt. Ich liebe Club U Nächte, besonders wenn die Veranstaltung Rhinoplasty ist. Es ist trashig, cool und ein wenig schräg, aber die mitunter besten Partynächte meines Lebens habe ich im Otto Wagner Pavillon verbracht.

Donau
Im Donau sind unglaublich viele Erasmus-Studenten, was manchmal etwas nervig sein kann.  Dennoch gehe ich gerne hin. Was besonders cool ist, sind die Ski-Gondeln im Raum für die Raucher.
Das Donau ist eines der Lokale, wenn man nicht wirklich Party machen will, aber dennoch nicht nur in einer Bar sitzen will. Schwer zu beschreiben, schaut es euch einfach selbst mal an.

Fledermaus
Sonntags Fledermaus gehörte früher zu meinem Pflichtprogramm, egal ob am nächsten Tag Schule oder Uni war. In den letzten Jahren war ich kaum mehr dort. Irgendwann muss man ja auch seriös sein. Aber es steht ganz oben auf meiner To-Do Liste einmal wieder Sonntags zu Fledermausen!

Flex
Das Flex war der erste Club, den ich von innen gesehen habe. Das Highlight damals jeder Flex-Nacht war, wenn man sich endlich den Code zum Backstage Bereich gemerkt hat. Heute gehe ich nur mehr zu Konzerten ins Flex. Das Flex war einmal.

Fluc
Das letzte Mal als ich im Fluc war, gab es noch die Veranstaltung „My Bitch Club“. Also sehr lange ist es her. Ich find’s jetzt nicht so „die Party Location“, aber vielleicht liegt es daran, dass die U-Bahn Station Praterstern mich jedes Mal ein wenig abschreckt dahin zu fahren.

Ganz Wien
Das Ganz Wien gibt es noch nicht so lange und ich muss gestehen, für das, wie toll ich es finde, bin ich zu selten dort! Irgendwie sind in diesem Lokal immer nur schöne Menschen, vielleicht trau ich mich deswegen nie rein.

Grelle Forelle
Der wohl beste Club der Stadt. Die Forelle hat nicht nur die beste Anlage sondern auch ihre Line-ups sind oft unschlagbar. Freunde von elektronischer Musik (am Wochenende), aber auch von HipHop bzw. Rap (Konzerte unter der Woche) finden hier alles was ihr Herz begehrt.
Ich habe oft Nächte und Tage in der Forelle verbracht und möchte keine davon missen, denn ich bin noch nie enttäuscht nach Hause. Also gönnt euch diese Soundanlage!
Und bitte, nehmt das Fotografier-Verbot ernst!

Kreisky
Eines ist dir nach einer Kreisky-Nacht garantiert: der Kater. Du kannst auch nur einen Spritzer trinken, dennoch wirst du am nächsten Morgen sterben. Gut, im Kreisky bleibt es nie bei einem Spritzer, aber wenn du Probleme mit den Bronchien hast, solltest du das Kreisky meiden. Die Luft kannst du schneiden, so viel Zigarettendunst. Aber dennoch – Kreisky bedeutet Liebe!

Loft
Du liebst 90er oder 2000er Party dann bist du im Loft genau richtig. Jedes Mal wenn ich dort bin, spielt es „Britney, Bitch“, jedes Mal ärgere ich mich über die Leute und jedes Mal verlier ich alle, weil der Club auf zwei Etagen aufgebaut ist.

Monami
Das Date-Lokal in Wien. Ich war letztens dort mit einer Freundin und um uns herum saßen ausschließlich Pärchen. War ganz amüsant anzusehen. Wer auf ein Bierchen gehen mag, sollte definitiv dieses Lokal mal besuchen.

Praterdome
Kann ich zwar nicht empfehlen, aber erwähnen sollte man diesen Club schon. Ich war bis jetzt nur zweimal dort. Das erste Mal weil ich einen Promotion-Job als Studentin gehabt habe und dort Zigaretten verkauft habe und das zweite Mal weil ein Freund meines Freundes Geburtstag gefeiert hat. Diese beiden Male haben mir auch gereicht. Ich habe noch nie so viele weiße Hemden an Männern gesehen wie dort und auch noch nie so braungebrannte Menschen im Winter. Die Musik ist das, was du im Radio hören kannst plus ein wenig Techno.


Pratersauna
Die Pratersauna ist tot. Hoch lebe die Pratersauna. Mit 19 war ich gefühlt jedes Wochenende dort. Als die „alte“ Pratersauna seine Tore schloss, vergoß ich die eine oder andere Träne. Ein wenig mehr Tränen vergoß ich, als ich in der neuen Pratersauna stand. Es ist einfach nicht meins. Wenn die Bar größer als die Tanzfläche ist, bin ich raus.
Sass
Morgenstund hat Gold im Mund. Ins Sass geht man, wenn sonst alles zu hat. Afterhour am Sonntag im Sass ist legendär und schön. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

Säulenhalle
Die Säulenhalle wird gefühlt nur von 19/20-Jährigen besucht. Dennoch habe ich da schon die eine oder andere sehr lustige Nacht verbracht. Die Musik ist sehr Charts-lastig, wobei dies auch immer auf das jeweilige Event ankommt.

Titanic
Wenn du einen Club besuchen willst, wo du am Ende des Abends nicht mehr den Ausgang findest, bist du im Titanic richtig. Keine Ahnung, wieso ich es nie ohne fremde Hilfe aus dem Laden schaffe. Musik ist je nach Party recht verschieden, aber eigentlich immer sehr lustig.

U4
Ich erspare dir den Besuch im U4. Kauf dir einen Kübel, fülle diesen mit Alkohol, trinke dies so schnell wie möglich leer, dreh die Heizung volle Pulle auf und such dir Hits auf Youtube. So ca. ist das U4 heute. Im U4 geigen die Goldfisch’ seit Falco nimmer. Leider.
Ganz zu schweigen von der seltsamen Türpolitik, keiner darf rein und unten ist es dann leer.

VieIpee
Ich muss gestehen, das „Wipi“, wie ich es nenne, gehörte mal zu meinen Lieblingsclubs. Ja, ich weiß, 90% des Publikums sind weiße Mädchen, die denken, sie können twerken. Aber es macht einfach mega viel Spaß zu Rihanna und Beyonce mit den besten Freundinnen abzushaken.
Ich kann euch definitiv, Mixwoch (fixes Event am Mittwoch) empfehlen, am Wochenende hatte ich bis jetzt noch nicht sehr viel Spaß dort.

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Volksgarten
Ich gehöre zu den Menschen, die den Volksgarten lieben und dennoch genervt davon sind. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingsclubs, vor allem wenn die Veranstaltungen „Modetalking“ oder „Gang Peng“ stattfinden. Aber manches Mal gehen mir die weißen Hemden, das schmierige Getue der Herren und die Zickereien mancher Girls einfach nur am Arsch. Dennoch kann ich jedem wärmsten empfehlen sich einen Wodka Wellness und einen Basil Shot im Voga zu gönnen!

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Weberknecht
Ich muss gestehen, im Weberknecht habe ich bis heute nur 80er/90er Hits gehört. Gibt es da überhaupt ein anderes Programm auch? Es ist ein typisches Studenten-Lokal.

Werk
Irgendwie der kleine etwas schräge Bruder von der Forelle. Einige der Veranstaltungen wirken etwas surreal, so wie die Leute, die man dort findet. Dennoch kann ich euch das Werk empfehlen, wenn ihr ein wenig verrückt seid. Anders, glaube ich, haltet man es dort nicht aus. Lasst euch nicht von den Drogendealern abschrecken und spielt eine Runde Tischfussball. You will have fun!

to be continued… 

2 Comments

  • Olivia sagt:

    Mega cooler Beitrag! Wirklich hilfreich, gerade wenn man nicht in Wien aufgewachsen ist. 😉
    Hättest du vielleicht Lokaltipps speziell für “etwas erwachseneres” Publikum? haha
    Ich freue mich auf deine Vorschläge 🙂

    Alles Liebe,
    Olivia

    http://www.oliviasly.com

  • Hallo liebe Leonie,
    ich gehe schon seit ich 17 Jahre alt bin ich Wien fort, damals waren das noch so Clubs wie das Empire (später Cameo), Loco und Ride Club (jaja, die peinliche Vergangenheit).. jetzt mag ich sehr gern das Voga, auch Lutz Club, Platzhirsch geht auch ab und zu 🙂 .. aber so viele Clubs wie du aufgelistet hast, kenne ich gar nicht, obwohl ich jetzt in Wien wohne. Naja, da stehen nun ein paar Clubs auf meiner Liste zum Abchecken! 😀 Danke für den Beitrag!
    Liebe Grüße, Natascha von http://sjmb.at

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