Adieu Wolfshaar.

Ich bin eigentlich sehr stolz auf meine gemischten Wurzeln, außer wenn es zu einer Sache kommt: meiner Körperbehaarung. In Zypern, wie auch in der Türkei, sind Körperhaare mehr oder weniger ein No-Go. Es wird gewaxt, epiliert und rasiert was das Zeug hält. Dies ist oft mit recht großen Schmerzen verbunden.

Waxing habe ich, was die Beine betrifft, aufgegeben. Wenn man es zu Hause macht, dauert es zu lange und ich hasse das Wachsen lassen, bis die Haare lang genug sind. Weshalb für mich die Option des Epilierens neben dem Rasieren noch am ehesten in Frage kam. Während meine Freundin, mit feinem blondem Haar, einmal über ihr Bein epiliert und dabei lacht, sterbe ich normalerweise tausend Tode. Bis dato habe ich zum Rasierer gegriffen und nur ganz selten epiliert. Einmal habe ich mir extra Mut angetrunken, um das Epilieren durchzustehen und nicht einmal das hat funktioniert.

Aber das ist jetzt alles anders. Ich habe den neuen Silk-épil 5 von Braun getestet. Ich vertraue normalerweise nicht auf Aussagen wie „extra sanfte Epilation und kaum Schmerzen“. Denn immerhin geht es um ein Gerät, welches dir die Haare einzeln aus der Haut reißt und dich mit seinem Lärm in den Wahnsinn treibt. So waren zumindest meine Erfahrungen bisher. Aber man kann den neuen Silk-épil 5 unter Wasser verwenden, was die Epilation angeblich angenehmer machen soll.

Da stehe ich nun in meinem Badezimmer, starre den Wet & Dry Epilierer an und denke mir nur „Wieso probierst du es überhaupt aus?“. Während ich mich dusche, beginnt sein erster Einsatz. Das Wasser ist lauwarm und ich bin voller Tatendrang, es durchzuziehen. Das Geräusch des Epilierers ist nicht so laut, wie bei anderen Geräten. Ich bin positiv überrascht. Dann setze ich ihn auf meiner Haut an, schließe die Augen und warte auf die höllischen Schmerzen. Es hält sich in Grenzen. Etwas ungläubig öffne ich die Augen, epiliere ich mir gerade wirklich die Beine ohne in Ohnmacht zu fallen? Ich bin schon beinahe stolz auf mich und möchte schreien: „Schaut mich an, ich epiliere mir die Beine.“ Ich lasse es aber sein, weil immerhin stehe ich nackt herum. Das rechte Bein ist beinahe fertig, an manchen Stellen piekst es mehr, aber im Grunde ist es wirklich auszuhalten. Beim linken Bein hudle ich ein wenig und im Nachhinein sieht man noch ein paar Härchen, welche ich dann ohne Wasser epiliere und auch da erstaunt es mich, dass es nicht so weh tut, wie ich es in Erinnerung hatte.

Zwei Stunden später, der Schock: rote Pünktchen. Oh je, da hätte ich wohl nicht gleich mit den Shorts rausrennen sollen. Mein Freund lacht mich aus und mein Hund schleckt mir über die Beine. Im Internet steht, dass man nach dem Epilieren eine kühlende Creme auftragen soll. Notiere ich mir innerlich für das nächste Mal. Angeblich darf ich mich auf bis zu vier Wochen glatte Beine freuen. Was ich nicht ganz glauben kann, denn mein Wolfshaar ist zäh und meldet sich sicher früher. Aber das ist mir gerade egal, denn immerhin hat es ohne große Schmerzen geklappt.

Am nächsten Tag sind die Pünktchen weg und ich kann gar nicht aufhören über meine glatten Beine zu streichen.

Ich bin keine Expertin, was Epilierer angeht, aber der neue Silk-épil 5 hat mich überzeugt und wird den Rasierer aus meinem Badezimmer kicken.

Für mich war es ein spannender Test, der mir geholfen hat,  meine Angst vor dem Epilieren zu überwinden.

Rasiert ihr oder epiliert ihr schon? Hat jemand bessere Tipps gegen die roten Pünktchen?

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit Braun.

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