Kolumne: Was mein Leben bereichert

Vor einiger Zeit habe ich euch meinen Entschluss mitgeteilt, weniger zu shoppen. Im Zuge dessen habe ich mir eine Liste erstellt, welche Dinge meine Leben bereichern und mich wirklich glücklich machen. Denn es kam mir vor, als versuche ich mir mit meinen Shopping-Ausflügen Glück zu erkaufen.

Natürlich gehören nicht nur Dinge dazu, die mich glücklich machen. An obersten Stelle stehen meine Familie, Freund, Freunde und Waldi. Generell machen mich gute Gespräche und das Gefühl von Geborgenheit einfach am glücklichsten.

Aber was sind die Dinge, die mein Leben bereichern, die ich auch gerne alleine mache.

Als erstes fiel mir lesen ein. Ich lese unheimlich gerne. Leider komme ich oft nicht dazu, weil ich mir vor allem abends denke, oh ich schau lieber schnell auf Instagram bzw. ich arbeite noch ein wenig. Seit ein paar Tagen lese ich aber wieder vor allem kurz vorm Schlafen gehen ein paar Seiten. Obwohl es ein Thriller ist, werde ich schneller müde, als wenn ich auf den Handy-Bildschirm schaue. Aber ich schlafe auch tiefer seit ich mir angewöhnt habe mein Handy wegzulegen. Mich hat lesen schon als kleines Kind super glücklich gemacht, denn ich konnte so in fremde Welten entfliehen und von verrückten Abenteuern träumen. In den Sommerferien las ich oft mehr als ein Buch pro Woche und
auch eine durchgemachte Nacht, weil das Buch so spannend war, kam oft vor. Ich vermisse diese Zeiten irgendwie, aber ich bin auch selber Schuld. Denn wenn ich mal eine Pause mache, schaue ich Netflix oder hänge am Handy statt mir ein Buch zu schnappen. Mein Ziel ist es zumindest ein Buch pro Monat zu lesen, scheint nicht viel für manche, aber für mich ist es ein Anfang wieder etwas in mein Leben zu lassen, was mich immer am glücklichsten gemacht hat.

Etwas, was ich auch am liebsten alleine für mich mache, ist kochen. Ich hasse es, wenn jemand mit mir in der Küche steht und versucht zu helfen. Das klappt einfach nicht. Jeder, der das Mal versucht hat, weiß, dass er gerade mal gut genug ist, die Zwiebel zu schneiden. Alles andere MUSS ich machen. Es entspannt mich auch mehr, wenn ich alleine koche. Ich lasse mir Zeit und genieße den Augenblick. Hingegen hasse ich es alleine zu Essen. Für mich gibt es nicht deprimierenderes als alleine in meiner Wohnung zu sitzen und meine Mahlzeit zu genießen. Oft schalte ich Netflix ein, um mich weniger allein zu fühlen. Als ich noch zu Hause wohnte, war es nämlich normal, dass wir immer zusammen Abend aßen. Und auch in den WGs, in denen ich gelebt habe, habe ich versucht alle immer an einen Tisch zu bringen zumindest einmal am Tag um sich auszutauschen.

Filme sind etwas, was ich in meiner Jugend für mich entdeckt habe. Ich war in der Schule in einer „Filmgruppe“, wo wir uns regelmäßig trafen und Filmabende machten. So lernte ich die Filme von Jim Jarmusch und Woody Allen kennen. Bis heute meine Favoriten. Reservoir Dogs war mit 16 mein absoluter Lieblingsfilm und daran hat sich kaum etwas geändert.
Ich gehe fast wöchentlich ins Kino und habe sowohl einen Netflix als auch Amazon Prime Account.
Die letzten Jahre kamen Serien vermehrt dazu, aber nicht geht über einen 90 minütigen Thriller, in meinen Augen. Thriller, Horror aber auch skurrile Komödien im Stil von Woody Allen sind meine Lieblingsgenres. Womit man mich zumeist jagen kann, sind Hollywood-Liebes-Stories, aber sogar die haben ihren Reiz. Ein Genre, welches ich verheimlich zu sehen, sind Kinderfilme. Ich bin einfach nach wie vor ein riesen Fan von Zeichentrickfilmen und süchtle regelmäßig alte Disney oder Pixar Filme.

Genau wie Filme, habe ich in meiner Jugend auch meine Liebe zur Musik entdeckt. Ich muss aber gestehen, dass ich da viel breiter gefächert bin mit meinen Vorlieben als bei Filmen. Denn ich höre so gut wie alles, es muss nur zur Stimmung passen. Von Schlager bis zu Deutschrap könnte man sagen. Obwohl das eine mehr und das andere weniger.
Mein All-Time-Favorit ist und bleibt Bob Dylan. Er ist für mich nicht nur ein ausgezeichneter Musiker, sondern ich verliere mich regelmäßig in seinen Songtexten und lese diese mir Stundenlang durch.
Man kann fast sagen, dass er es war der mich zum Schreiben gebracht hat. Zunächst versuchte ich mich auch mit Gedichten, daraus wurden Kurzgeschichten und daraus dieser Blog.
Er und Cindy Sherman waren meine Vorbilder als ich noch ein Teenie war. Cindy Sherman ist eine Künstlerin und Fotografin, welche sich zumeist selbst abfotografiert hat und immer wieder neue Rollen bzw. Identitäten eingenommen hat. Ihre Werke haben mich zu meinen ersten Outfitposts gebracht und auch heute inspiriert sie mich mehr als jede Bloggerin es je tuen könnte.

Aber warum, teile ich diese Gedanken mit euch. Oft habe ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, mehr zu sein als nur eine Bloggerin, die sich für Make-up und Kleidung interessiert. Dabei ist gerade das Schminken für mich etwas, was mich sehr erfüllt. Es geht mir da nicht um dieses oder jenes Label, obwohl ich es immer wieder spannend finde, welche Labels für was am Besten ist. Aber der Moment, vor allem vor dem Fortgehen, wenn man sich zurecht macht. Make-up aufträgt, seine Kleidung aussucht, die Tasche packt, hat für mich etwas sehr intimes. Ich genieße jeden Augenblick davon, weil es sich manchmal so anfühlt eine Rolle festzulegen für den Abend. Ich merke auch, wenn mich jemand bei diesen Vorbereitungen stresst, dass mein Abend nicht so erfüllend ist.

Ich muss mich nicht schminken um raus gehen zu können, aber oft gibt es mir ein gutes Gefühl sich kurz bevor ich unter Menschen trete, sich mit mir so stark auseinander gesetzt zu haben. In diesen Momenten denke ich nämlich nur an mich und was mir an mir gefällt. Ein kleiner Ego Push bevor einem die Realität einholt.

 

Was sind eure Dinge, die euch bereichern?

Hut: H&M
Bluse und Rock sind von Esprit , ich liebe die Farbkombination mit dem Majolie Rucksack, welchen ich schon seit einem Jahr besitze. Meine absoluten Lieblingsfarben für den Herbst. Ich muss ja sagen, seit ca. 2 Jahren liebe ich Esprit so sehr, da das Design sich sehr verbessert hat. Gibt es für euch Labels, die sich in letzter Zeit gewandelt haben und deswegen für euch wieder Interessanter sind?

Fotos: Tina (tinera)

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1 Comment

  • Stephi Drexler sagt:

    Liebe Leonie!
    Ich finde mich in so vielen Punkten wieder, aber vor allem beim Lesen muss ich dir echt zustimmen. Ich muss sagen im Sommer oder im Urlaub schaffe ich es immer ganz gut mehr zu lesen, aber wenn ich dann wieder zurück im Alltag bin, nütze ich die freie Zeit in dem ich iregndwas am Handy mache oder Netflix schaue. Sollte definitiv auch wieder mehr Lesen.
    Und auch beim Punkt schminken fühl ich total mit dir! Liebe es auch, mich vorm Fortgehen herzurichten.
    x Stephi
    https://stephidrexler.com/

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