Ein Wochenende in Budapest für unter 200€

In einer Nacht- und Nebelaktion buchten Kim und ich unser Wochenende in Budapest.
Keine von uns hätte gedacht, dass es so verdammt geil und eben auch günstig werden würde.

Budapest ist der perfekte Wochenendtrip von Wien aus. Vom Flair hat es mich an Paris, Wien und Berlin erinnert. Von allem ein bisschen, jedoch mit seiner eigenen Note.

Wir haben sowohl Busticket als auch Airbnb ca. drei Wochen davor gebucht.
Das Busticket kostete 54€ für zwei Personen (Hin- & Rückfahrt).
Airbnb kam auf 130€ für zwei Nächte und lag super gelegen im jüdischen Viertel.
Somit konnten wir alles zu Fuß abgehen.

Ich kann das jüdische Viertel wärmstens empfehlen, da dort die coolsten Lokale, Bars und Shops sind. Es erinnert ein wenig an Berlin durch seine abgefuckte Art. Ich bin ein großer Fan von diesem Charme.

Ich habe dir meine Highlights zusammengefasst. Wenn du noch welche hast, lass sie mich wissen und schreib mir ein Kommentar!

Tipps für ein Wochenende in Budapest
Wir sind Freitag früh mit dem Bus hin und Sonntag retour. Ich fand die Zeit absolut ausreichend.
Da wir am ersten Advent-Wochenende dort waren, war es recht kalt, aber wir verbrachten dennoch die meiste Zeit draußen. Ich will unbedingt nochmals im Sommer hin, weil ich denke, dass Budapest da noch cooler ist. Vor allem zum Fortgehen! Die Ruin Bars sind im Sommer sicher angenehmer als im Winter mit den Heizstrahlern.

Essen in Budapest
Ich habe kaum in einer Stadt so gut und günstig gegessen wie in Budapest. Vor allem gab es kein einziges Lokal, welches mich enttäuscht hat.

Frühstück:
Das beste Frühstück hatten wir im á table, Wesselenyi utca 9! Wir hatten Glück und haben noch einen Tisch bekommen. Es ist sehr gut besucht, aber die Wartezeit lohnt sich, denn das Essen ist ein Traum. 

Essen:
Im Kisüzem, Kis Diofa utca 2, legten wir unseren ersten Stop ein. Da wir von der Busfahrt hungrig waren, aßen wir dort zu Mittag.  Die Wartezeit war zwar etwas lang, aber der Koch hat sich dafür persönlich entschuldigt und das Essen war so verdammt lecker, dass es die Wartezeit definitiv weggemacht hat. Hier hatte ich auch meine erste Erkenntnis und zwar, dass Bier mitunter das billigste Getränk auf einer Karte ist. Umgerechnet für 1,50€ bekommt man in Budapest schon ein sehr gutes Bier.

Am Abend wagten wir uns das erste Mal an richtiges ungarisches Essen und gingen ins Frick Papa, Kiraly Street 55. Es war auch unser günstigstes Essen, wir zahlten gemeinsam umgerechnet 15€ für zwei Hauptspeisen und Getränke. Das Lokal wird fast ausschließlich von Ungaren besucht und man kann auch nur Cash zahlen. Es sieht nicht besonders aus, aber das Essen war gut und super billig.

Am nächsten Abend waren wir im Dobrumba, Dob Street 5. Das war in meinen Augen das schönste Lokal, wo wir gegessen haben. Es gibt hier vor allem marokkanisches Essen. Prinzipiell bin ich ja kein Fan von der marokkanischen Küche, aber das Lokal konnte mich vom Gegenteil überzeugen.

Ein Tipp ist auch „Street Food Karavan Budapest“. Wir sind dort leider nur durchspaziert, weil es ziemlich kalt war. Aber dort würde ich definitiv das nächste Mal ein Langos essen. Im übrigen ist das ungarische Langos anders als wir es von Österreich kennen und erinnert mich eher schon an eine Pizza.

Shopping:
Szputnyik shop,Dohány Street. 20. ist ein ziemlich cooler aber recht teurer Second hand Laden.
Ich finde, man merkt, dass er auf Touristen ausgerichtet ist. Ich hätte mir dort zwar einiges gefunden, da ich aber derzeit nicht wirklich etwas brauche, kaufte ich mir auch nichts.
Vorbeischauen lohnt sich aber auf alle Fälle. Vor allem Shirts und Blusen gibt es massenhaft.

Ein Laden der mir besonders gut gefiel, war: Ludovika, Rumbach Sebestyén u. 15.
Er ist zwar klein aber dafür oho. Mich sprach in diesem Laden alles an, die Klamotten und wie er eingerichtet ist. Die Verkäuferin war auch super freundlich ohne aufdringlich zu sein.
Da findet man echte Highlights aus allen Jahrzehnten. Preislich ist er im Rahmen für die Qualität.

Bars:
Budapest ist berühmt und berüchtigt für seine Ruin Bars. In leerstehenden Häuser sind die verschiedensten Bars untergebracht. Die Mutter aller Bars ist: Szimpla Krrt, Kzinczy u.14
Samstag abends ist dort aber meist eine sehr lange Schlange. Deswegen empfehle ich früher hinzugehen. Mich erinnerte die Bar sehr an ein Festival, welches ich mal besuchte und zwar die Fusion.

Sightseeing:
Wir kamen gegen Mittag (Samstag) im Burgviertel an und ließen uns Zeit, dieses zu erkunden. Denn es beherbergt wunderschöne Gebäude und lädt zum Verweilen ein. Vor allem die Fischerbastei schaut aus als wäre sie das Disney-Schloss. Es gibt auch einige Museen zu besichtigen, wie zum Beispiel das Historische Museum. Wir wollten jedoch nur ein Museum auf unserem Trip besuchen und entschieden uns für das Jüdische Museum.
Dieses besuchten wir am Sonntag, da es am Samstag geschlossen ist. Im Preis ist eine Gratis-Führung inkl., welche fast jede Stunde stattfindet. Ich fand diese super spannend und interessant. Dadurch, dass diese auch in deutsch war, konnte man ihr leicht folgen.

Das Museum selbst zeigt den jüdischen Alltag und thematisiert natürlich auch die Zeit im Nationalsozialismus. Hier kann ich nur eines vorweg sagen, manche Bilder sind nichts für schwache Nerven. Mich hat es sehr aufgewühlt, aber ich war froh es gesehen zu haben.

Alles in allem kann ich Budapest wärmstens empfehlen. Was mich besonders verwunderte, wie günstig es ist und wie cool die Lokale sind. Da kann sich Wien ein Scheibchen abschneiden.
Wir haben für den ganzen Trip um die 190€ gezahlt.

Was wir das nächste Mal besser machen würden?
Vielleicht doch ein wenig mehr planen. Wir waren einfach sehr spontan unterwegs. So kam es, dass wir das Parlament nur von der Ferne sahen und auch keine Therme besuchten.
Das möchte ich das nächste Mal auf jeden Fall nachholen, auch würde ich einen Besuch in der Großen Markthalle einplanen. Wer also ein strafferes Programm macht, schafft dies locker auch noch in den drei Tagen! Ich kann euch im übrigen den Blogpost von Wanderlust empfehlen: hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.